Unna und seine Stadtteile werden von den Stadtwerken Unna versorgt. Rund 35.000 Kunden im städtischen und ländlichen Bereich vertrauen auf die Leistung des Unternehmens. Die Ursprünge der Stadtwerke Unna GmbH sind eng mit der Gasversorgung verknüpft, die vor merh als 150 Jahren aufgenommen wurde. Die Stromversorgung kam erst in im vergangenen Jahrhundert hinzu, gewann spät, aber nachhaltig an Bedeutung für die Entwicklung der Stadt wie des Unternehmens. Am 28. September 1907 wurde sie in Betrieb genommen, die ersten Bogenlampen entlang der Bahnhofstraße leuchteten auf.

Strom setzte sich nur langsam durch

Die Stromversorgung konnte sich in Unna auch nur langsam gegen das vormalige Stadt- bzw. Kokereigas durchsetzen: Im Jahre 1909 wurden nur 55 Lichtanschlüsse und weitere 29 Anschlüsse für Kraftzwecke gezählt. Ihren Siegeszug trat die Elektrifizierung erst nach dem Zweiten Weltkrieg, namentlich in den 50er Jahren an. Da wurde elektrischer Strom im großen Rahmen für die Industrialisierung, aber auch für die privaten Haushalte benötigt. Trotzdem blieb das Konkurrenzverhältnis zwischen Strom und Erdgas lange bestehen - deutlich abzulesen an der Straßenbeleuchtung: Erst 1975 wurden die letzten Gaslaternen im Stadtgebiet abgeschaltet, der elektrische Strom hatte seinen Siegeszug spät, dafür aber nachhaltig beendet. Das Erdgas behielt nicht nur seine Bedeutung für die Beheizung von Häusern und Betrieben, sondern baute hier seine Marktstellung sogar weiter aus.

Eigene Erzeugungsanlagen

Die Stadtwerke Unna verzichteten lange darauf, selbst Strom zu erzeugen. Entsprechende Überlegungen wurden zwar immer wieder angestellt, letztlich aber verworfen. Erst in den vergangenen Jahren änderte sich das: mit dem Aufbau von Blockheizkraftwerken, der Windenergieanlage in Billmerich sowie mit der Installation einer Wasserkraftanlage in der zentralen Wasserversorgung an der Wilhelmshöhe.

Übersichtskarte Versorgungsgebiet