Notfallplan Erdgas: Jetzt Energie sparen! 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 23.06.2022 die zweite Stufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Das ist die zweite Stufe im Gas-Notfallplans zur Sicherung der Gasversorgung in Deutschland im Notfall. Grund für die Ausrufung der Alarmstufe sei die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferung aus Russland und das weiterhin hohe Preisniveau am Gasmarkt. 

Die Alarmstufe hat, wie die erste ausgerufene Frühwarnstufe, für die Kunden der Stadtwerke Unna keine direkten Einschränkungen zur Folge, sie dient der weiteren Vorbereitung einer möglichen Gasknappheit. 

Erst bei der dritten Stufe des Notfallplans ist mit einer Verminderung der Gaslieferung zu rechnen. Insbesondere Haushalte und schützenswerte Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Pflegeheime gehören nach dem Notfallplan zu den besonders geschützten Gaskunden.

Gemeinsam Energie sparen und Verantwortung übernehmen
 

Durch die Senkung Ihres Energieverbrauchs kommen Sie nicht nur der Empfehlung der Bundesregierung nach, die wir als Stadtwerke Unna unterstützen, sondern können auch den eigenen Geldbeutel entlasten.

Schon kleine Maßnahmen können eine spürbare Senkung des Energie- beziehungsweise des Strom- und Gasverbrauchs erzielen.

Die Ausrufung der Alarmstufe ist ein klares Signal an alle Verbraucherinnen und Verbraucher - sowohl in der Industrie, in öffentlichen Einrichtungen wie in den Privathaushalten – den Gasverbrauch aus Vorsorgegründen weiter zu reduzieren und Energie einzusparen. 

 

 

Erste Energiespartipps

Heizkörper
Verkleidungen vor Heizkörpern verhindern, dass sich die Wärme im Raum ausbreiten kann. Auch lange Vorhänge, ungünstig platzierte Möbel sowie am Heizkörper trocknende Handtücher können bis zu 20 Prozent Wärme schlucken.
Temperaturen optimieren
Nachts genügt in den Wohnräumen eine Raumtemperatur von 16 °C bis 18 °C, das spart leicht 20 bis 30 Prozent Energie. Nutzen Sie die „Nachtabsenkung“ Ihrer Heizungsregelung auch während des Winterurlaubs oder wenn die Wohnung längere Zeit nicht bewohnt wird.
Wartung der Heizungsanlage
Bis zu 15 Prozent der Energiekosten sparen sind drin, wenn Sie die Heizungsanlage nicht nur regelmäßig warten, sondern auch optimieren. Sprich: Passen Sie Ihre Heizungsanlage jetzt an Ihren tatsächlichen Bedarf im kommenden Winter an.

Weitere Energiespartipps

Die Stadtwerke Unna engagieren sich schon seit vielen Jahren für Energiesparen. Aber wir wollen noch mehr bewegen.

Diese Tipps helfen Ihnen, Energie, CO₂ und Geld zu sparen.

Unsere Tipps begleiten Sie durch Ihren Alltag. 

Energiespar-Broschüre

Weitere Tipps und Tricks haben wir für Sie in unserer großen Energiespar-Broschüre zusammengestellt.

Gerne schicken wir Ihnen die gedruckte Broschüre kostenlos zu. Senden Sie uns hierzu eine Anfrage an info (at) sw-unna.de oder melden sich telefonisch unter 0800 2001-239. 

Energieberatung

EnergieCheck vor Ort

Energiesparen fängt in den eigenen vier Wänden an. Wenn Sie erfahren möchten, an welchen Stellen Sie Energie einsparen können, nutzen Sie unser Angebot EnergieCheck vor Ort: 

  • Verhaltensregeln + Energiespartipps
  • Heizungsthermostateinstellungen 
  • Erste Übersicht und Einschätzung zum Energieverbrauch des Hauses oder der Wohnung. 

 

 

Allgemeine Fragen zur Energieversorgung

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 23.06.2022 die zweite Stufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Grund für die Ausrufung der Alarmstufe sei die seit dem 14. Juni 2022 bestehende Kürzung der Gaslieferung aus Russland und das weiterhin hohe Preisniveau am Gasmarkt.

Um den Gasverbrauch in der Stromerzeugung zu senken, werde die Bundesregierung, zusätzliche Kohlekraftwerke aus der Bereitschaft abrufen. 

Die Bundes- und Landesregierung tut alles Notwendige, um die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten. Hinzu kommen Planungen auf der EU-Ebene, bei der Sicherstellung der Gasversorgung gemeinsam aktiv zu werden.
 

Die Versorgungssicherheit mit Gas ist aktuell gewährleistet. Angesichts der erheblichen Kürzung der Lieferungen durch Nord Stream 1 durch Russland fehlen Mengen, die aktuell zwar noch anderweitig am Markt beschafft werden können, allerdings zu hohen Preisen.

Das Krisenteam Gas, bestehen aus Vertreter der Bundesnetzagentur, des Marktgebietsverantwortlichen Gas und der Fernleitungsnetzbetreiber sind im engen Austausch mit allen Akteuren.

Am 30. März 2022 wurde die Gas-Frühwarnstufe des Notfallplans ausgerufen. In dieser Stufe wird die aktuelle Situation im Gasnetz engmaschig beobachtet und bewertet.

Es geht zunächst darum, dass sich die Marktakteure und die Politik auf mögliche Engpässe einstellen und einen gemeinsamen Krisenstab bilden. Das betrifft Gashändler und Lieferanten sowie die Betreiber von Gasfernleitungen und den überregionalen Gasnetzen.

Auf die unterschiedlichen Szenarien für Unna bereiten wir uns bestmöglich vor.

In der sogenannten Alarmstufe kümmern sich die Marktakteure primär in Eigenregie um eine Entspannung der Lage. Auch hier können die in Stufe 1genannten Maßnahmen von den Marktakteuren ergriffen werden. Dazu gehören wiederum beispielsweise die Nutzung von Flexibilitäten auf der Beschaffungsseite, der Rückgriff auf Gasspeicher, die Optimierung von Lastflüssen oder die Anforderung externer Regelenergie. 

Auf die unterschiedlichen Szenarien für Unna bereiten wir uns bestmöglich vor.
 

Für den Fall eines Versorgungsengpasses haben wir in Europa entsprechende Schutzmechanismen, durch die Haushaltskunden und verschiedene Einrichtungen durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt sind.

Im Fall einer übergeordneten nationalen Gasmangellage greift der „Notfallplan Gas für die Bundesrepublik Deutschland“.
Dieser regelt, wie Krisenmaßnahmen zwischen Erdgasversorgern, gewerblichen Kunden und Behörden koordiniert werden.
Notwendige Maßnahmen werden vorbesprochen und gemeinsam erörtert.
 

Eine Gasmangellage tritt dann ein, wenn es keinen Ausgleich zwischen Einspeisung und Ausspeisung mehr gibt. Oder anders ausgedrückt: Wenn weniger Gas ins deutsche Gasnetz kommt als verbraucht wird, reden wir von Gasmangellage.

Gut zu wissen: Gasmangellage heißt nicht automatisch, dass kein Gas mehr fließt, sondern dass weniger Gas im Netz ist. Und das bedeutet: Das vorhandene Gas muss neu oder anders verteilt werden, damit das Gasnetz weiter stabil und sicher betrieben werden kann.

Wenn es zu einer Gasmangellage kommt – das heißt, wenn weniger Gas ins Netz kommt als verbraucht wird – erhält die Bundesnetzagentur besondere Befugnisse. Bei ihr laufen dann alle Informationen über die aktuelle Versorgungslage zusammen und sie bestimmt die weitere Vorgehensweise.

Wir, als sogenannter Verteilnetzbetreiber, der die Leitungen bis zu den Endkunden betreibt, haben im ersten Schritt vor allem eine Aufgabe: Der Bundesnetzagentur die Abnahmemengen der verschiedenen Verbrauchergruppen zu nennen. Danach wird entschieden, wo Gas eingespart werden kann.

Gut zu wissen: Haushalte gehören zu den sogenannten geschützten Kunden. Das heißt, sie haben wie zum Beispiel Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr oder soziale Einrichtungen Vorrang und bekommen auch bei einer Gasmangellage weiter Gas zum Heizen und Kochen.

Die Ausrufung der Alarmstufe als solche führt zunächst einmal zu keinen unmittelbaren Folgen für Verbraucher der Stadtwerke Unna. Klar ist, dass auch im Fall von Versorgungsengpässen private Haushalte und soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser besonders geschützt sind.

Aktuell ist die Versorgungssicherheit weiter gewährleistet, aber die Lage ist angespannt. Daher geht mit Alarmstufe das klare Signal an alle Verbraucherinnen und Verbraucher – sowohl in der Industrie, in öffentlichen Einrichtungen wie in den Privathaushalten – den Gasverbrauch aus Vorsorgegründen weiter zu reduzieren.

Das Ziel, die größtmögliche Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wird derzeit von der Bundesregierung und der EU auf zwei Wegen verfolgt. Einerseits über den Ankauf von flüssigem Erdgas (LNG, Liquefied Natural Gas), andererseits über die Schaffung von Gasreserven. 

Da Erdgas nicht nur zentraler Brennstoff in der Wärmeerzeugung ist, sondern auch in der Stromerzeugung Anwendung findet, ist es nur folgerichtig, dass sowohl Deutschland als auch die EU Maßnahmen planen bzw. ergreifen, um die Importabhängigkeit von russischem Gas schnellstmöglich zu reduzieren.

Mittelfristig werden der massive Ausbau erneuerbarer Energien, eine diversere Lieferstruktur und der Hochlauf von Wasserstoff bedeutsam für eine diversifizierte Versorgungssicherheit sein.

Die Stadtwerke Unna haben langfristige Lieferverträge abgeschlossen. Allerdings sind auf Bundesebene verschiedene Umlagen geplant und teilweise auch schon beschlossen, zum Beispiel die sogenannte Speicherumlage. Diese Umlagen müssen wir an Sie weitergeben. Das führt dazu, dass wir - aller Voraussicht nach im November - unsere Preise anpassen müssen. Wir werden Sie hierzu gesondert anschreiben und informieren, sobald wir Näheres wissen.  

Persönliche Fragen zur Energieversorgung

Wir müssen davon ausgehen, dass die Gaspreise in der nächsten Zeit steigen werden. Bevor dies passiert, werden Sie auf jeden Fall von uns informiert. Wir werden Ihnen schreiben, wann und in welchem Umfang die Preise angepasst werden müssen. In diesem Brief werden wir Ihnen dann auch Empfehlungen für die Anpassung Ihres Abschlags oder Ihrer Vorauszahlung geben, sofern Sie direkt von den Stadtwerken Unna beliefert werden. Solange Sie von uns nicht angeschrieben werden, gibt es für Sie keinen dringenden Grund, Ihren Abschlag anzupassen. 

Anders sieht es bei Haushalten aus, die nicht direkt von den Stadtwerken Unna beliefert werden. Diese bezahlen statt eines Abschlags eine Betriebskosten-Vorauszahlung (Nebenkosten-Vorauszahlung) direkt an ihre Vermieter. Die Stadtwerke Unna wiederum berechnen die Erdgaskosten an den Vermieter. Dieser legt sie über die Nebenkosten-Abrechnung auf die Mieter um. Ob eine Erhöhung Ihrer Vorauszahlung sinnvoll ist, sollten Sie mit ihrem Vermieter besprechen. 

Derzeit ist nicht absehbar, wie sich die Energiepreise entwickeln. Der letzte Winter war zum Glück relativ mild. Dies entlastet unsere Kunden bei der Heizkostenrechnung. Es wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit im Laufe des kommenden Winters steigenden Energiekosten zu rechnen sein. Deshalb raten wir allen unseren Kunden dringend, Energie zu sparen, wo es möglich ist. Die Stadtwerke Unna beraten Sie gerne dabei. Wir haben für unsere Kunden eine umfangreiche Broschüre erstellt mit vielen hilfreichen Energiespartipps. Diese können Sie unter info (at) sw-unna.de kostenlos bei uns anfordern.  

Sprechen Sie mit uns. Und zwar möglichst früh. Sie können für Nachzahlungen mit uns einen persönlichen Ratenplan vereinbaren. Wichtig ist, dass Sie rechtzeitig mit uns sprechen. Gemeinsam finden wir für jede Situation eine passende Lösung!

Unseren telefonischen Kundenservice erreichen Sie unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 2001-238. 

Montag bis Donnerstag:   07:00 bis 16:00 Uhr 
Freitag:                                 07:00 bis 12:00 Uhr 
 

Übereilt und ohne gründliche Prüfung eine Entscheidung über die Heizenergie zu treffen, ist keine gute Idee. Denn auch bei alternativen Heizsystemen (Holz, Wärmepumpe) ist die mittel- bis langfristige Preisentwicklung – genau wie bei Erdgas – schwer vorherzusagen. Außerdem kann Erdgas durch andere gasförmige Energieträger ersetzt oder ergänzt werden, zum Beispiel Wasserstoff, LNG (Flüssiggas) oder Biogas/Biomethan. Grundsätzlich ist das Beheizen von Gebäuden durch alternative Techniken natürlich möglich. Insbesondere Wärmepumpen könnten für manche Verbraucher eine Möglichkeit sein.  

Wer aber nach einem schnellen „Ersatz“ für Erdgas sucht, findet die besten Chancen im Einsparen von Energie. Sowohl Haushalte als auch Gewerbe in Deutschland haben noch erhebliche Einsparmöglichkeiten. Die Stadtwerke Unna helfen Ihnen dabei mit persönlicher Beratung und qualifizierten Energiespartipps.  

Die Entscheidung über eine Heizung können Sie als Mieter selten beeinflussen. Trotzdem lohnt es sich vielleicht, mit ihrem Vermieter zu sprechen und ihm ihre Situation klar zu machen. Achten Sie besonders darauf, dass Ihr Vermieter ihre Heizung regelmäßig warten lässt. Darüber hinaus haben Sie aber auch selbst einige Möglichkeiten, ihre Energiekosten zu senken. Digitale Heizkörperthermostate zum Beispiel können Sie selbst einbauen. Wenn Sie die alten Thermostate aufbewahren, können Sie die digitalen Thermostate bei einem Umzug mitnehmen. Mit programmierbaren Thermostaten können Sie erheblich Heizkosten sparen.

Flyer "Energiespartipps für Mieter und Eigentümer"

Private Haushalte sind in Deutschland ganz besonders geschützt. Es ist unwahrscheinlich, dass Ihre private Heizung oder Ihre Warmwasser-Versorgung abgeschaltet werden müssen. Andererseits sollte man sich natürlich schon fragen, ob es wirklich nötig ist, im Winter eine Wohnung so zu heizen, dass man überall in kurzer Hose und T-Shirt sitzen kann. Nicht nur Ihre Heizkostenrechnung wird deutlich geringer ausfallen, auch die Umwelt wird es Ihnen danken, wenn Sie Ihre Wohnung intelligent und umweltbewusst heizen. Über Nacht und wenn niemand in der Wohnung ist, kann die Temperatur problemlos um einige Grad abgesenkt werden. Nicht überall muss es so warm sein wie im Badezimmer und im Schlafzimmer sind zwei, drei Grad weniger ohnehin viel gesünder. Bei all dem helfen Ihnen übrigens programmierbare Heizkörper-Thermostate.  

Nur sehr wenige Großunternehmen in Unna sind von möglichen Abschaltungen überhaupt betroffen und das auch nur dann, wenn es zur dritten Stufe im Notfallplan Gas kommt. Mit diesen Kunden sind wir schon in Kontakt. Vereinfacht gesagt gilt also für Sie: Wenn wir Sie bis jetzt noch nicht kontaktiert haben, besteht für Sie kein Grund zur Sorge. 

Ja, es gibt staatliche Hilfen für Unternehmen, die wegen deutlich gestiegener Energiekosten bei Gas und Strom stark belastet sind. Detaillierte Informationen zum Hilfsprogramm der Bundesregierung finden Sie hier

Darüber hinaus gibt es aber auch zahlreiche Hilfen für Unternehmen, die ihre Energiekosten durch Effizienzmaßnahmen senken wollen. Sowohl die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als auch das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützen die deutschen Unternehmen dabei.   

Eine Übersicht zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten finden Sie auf der Webseite des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW): www.gewerbegas.info.