Klimaschutz aktiv

08.07.2019

Beim Klimaschutz müssen die Unnaer nicht auf Beschlüsse der Bundesregierung oder der G20 warten: 77.500 Tonnen Kohlendioxid haben die Stadtwerke Unna gemeinsam mit ihren Kunden vor Ort in 2018 eingespart. Das sind rund 12 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen, die die Stadt jährlich produziert. Das kommunale Energieunternehmen will dabei nicht stehen bleiben: Wie der gesamte Schadstoff-Ausstoß schon in den kommenden zehn Jahren halbiert werden könnte, das wollen die Stadtwerke mit dem städtischen Umweltamt beispielhaft in Billmerich zeigen. Die bisherigen Leistungen zum Klimaschutz stellte das Unternehmen wie jedes Jahr im Mai auf den Prüfstand. Der renommierte Umweltgutachter Dr. Wolfgang Kleesiek prüfte im Ökoaudit die Umweltbilanz. Und bescheinigte wieder beste Haltungsnoten: Beispielhaft seien die Initiativen der Stadtwerke, die nach dem höchsten EU-Umweltstandard EMAS zertifiziert sind.

„Junge Menschen fordern auch in unserer Stadt mehr Engagement für den Klimaschutz und für eine lebenswerte Zukunft“, sagt Stadtwerke-Chef Jürgen Schäpermeier. „Wir stellen uns gerne dieser Herausforderung“. Und ruft die Kunden, sowohl Haushalte wie Unternehmen, zum Mittun auf. Die Stadtwerke bieten gerade für Private die Chance, ihre Klima- und Energiebilanz komfortabel und kostengünstig zu verbessern. Vom EnergieDach, der Solaranlage im Pachtmodell, die Sonnenstrom für den Eigenbedarf erntet, über die modernen effiziente Heizungsanlage bis hin zur Elektromobilität per E-Car-Leasing oder E-Carsharing – die Stadtwerke bieten zahlreiche Komplettleistungen für die persönliche Energiewende. Kunden, die den Service nutzten und auch den Energiecheck zur Prüfung der eigenen Energieeffizienz bestellten, sparten im Schnitt rund ein Viertel ihres Verbrauches und dazu noch tonnenweise Treibhausgas ein.

Seit inzwischen 23 Jahren arbeiten die Stadtwerke schon mit einem anspruchsvollen Umweltmanagement. Die Erfolge in 2018: 54,4 Millionen Kilowattstunden Strom werden umweltfreundlich in Unna erzeugt, davon 43 Millionen aus erneuerbaren Energien. Hier unterstützen die Stadtwerke den weiteren Ausbau: 1.050 Photovoltaik-Anlagen erzeugen in Unna jährlich 11,18 Millionen Kilowattstunden, rein rechnerisch genug, um 3.700 Haushalte zu versorgen. Vor vier Jahren waren es noch 858 Anlagen.

An alle Privatkunden und kleinere Gewerbekunden liefert das städtische Unternehmen ohnehin nur zertifizierten Ökostrom, das erspart jährlich auch 43.500 Tonnen. Die Stadtwerke werben hier für die Eigenproduktion: Das EnergieDach, inzwischen auch für Miethäuser, bietet die Solarstromversorgung ohne Investition.
„Wir bringen auch die Energiewende auf die Straße“, erklärt Jürgen Schäpermeier. So bauen die Stadtwerke nicht nur ein Netz von öffentlichen E-Tankstellen. Erfolgreich war die Initiative für E-Car-Leasing: Über 80 E-Smarts waren binnen weniger Wochen vergeben. Allein mit dieser Aktion wurde die Zahl der Elektroautos in Unna verdoppelt (E-Autos angemeldet im Mai: 69. Mit Hybrid-Fahrzeugen 93).

„Und es gibt noch jede Menge Einsparpotential“, sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke. Und wie das geht, das soll im Musterquartier Unna-Billmerich erprobt werden. Nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei der Renovierung von Altbauten soll die Energieproduktion mit Sonne und Windkraft vom Ostenberg mit neuen Heizungen und umweltfreundlicher Mobilität gekoppelt werden. Ende des Jahres soll ein Maßnahmenkatalog mit Kosten, Zeitplanung und vor allem Bürgerbeteiligung stehen.

Über das Umweltprogramm der Stadtwerke, die bisherigen Erfolge und alle geplanten Projekte informiert die aktuelle Umwelterklärung der Stadtwerke Unna.

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