Elektroautos bereits in der Fahrschule erfahren

05.05.2017

Die Vorteile der Elektromobilität sollen bereits Fahrschüler erleben. Das ist das Ziel der Stadtwerke Unna, die dafür in einem Pilotprojekt mit dem MOVE Verkehrsbildungszentrum Unna kooperieren: In einer Fahrlehrerfortbildung vom 10. bis 12. Mai erfahren die Teilnehmer auf dem BMW i3 der Stadtwerke in Theorie und Praxis bei MOVE die Vorzüge und bisherigen Grenzen der E-Mobilität.

Zukünftig wird das Stadtwerke-Fahrzeug regelmäßig im Einsatz für Fahrschüler und Fahrlehrer-Weiterbildungen beim MOVE Verkehrsbildungszentrum im Einsatz sein. Dafür ist der BMW i3 extra mit einer Doppelbedienung ausgestattet worden.
Für MOVE-Chef Markus Hainer, Eigentümer der gleichnamigen Fahrschule wie des Verkehrsbildungszentrums an der Rudolf-Diesel-Straße, ist klar: „Das Thema E-Mobilität wird in Zukunft rasant an Bedeutung gewinnen.“ Kursleiter Carsten Walter ergänzt: „Wir müssen jetzt sowohl Fahrlehrer wie Schülerinnen und Schüler für das E-Fahren sensibilisieren.“ Denn E-Autos wie der Carbon-Flitzer i3 der Stadtwerke zeigen ein ganz anderes Fahrverhalten. Sie beschleunigen durch ihr hohes Drehmoment flink aus dem Stand in 7,3 Se-kunden auf 100 Stundenkilometer, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 150 km/h. Sie sind leichter, höher, haben einen anderen Schwerpunkt und rollen geräuschlos durch den Verkehr – was nicht nur für die Fahrer, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer völlig ungewohnt ist. Thema soll auch die Fahrzeugwahl sein, ergänzt Thomas Weigel, Projektentwickler und E-Mobilitätsfachmann der Stadtwerke: „Viele Autofahrer befürchten eine zu geringe Reichweite der Autos.“ Dabei punkten aktuelle E-Autos wie der i3 schon mit Reichweiten über 200 Kilometer. „Für den Alltagsbetrieb, in dem meist Kurzstrecken gefahren werden, optimal“, berichtet Thomas Weigel aus den Stadtwerke-Erfahrungen. Der kommunale Energieversorger hat zwei E-Autos und vier Hybrid-Fahrzeuge im harten Dauereinsatz: „Wir sind noch nie liegen geblieben – unsere Hybrid-Wagen tanken nur noch selten Normalbenzin“, sagt der Experte. Er ist auf die Ergebnisse und Rückmeldungen der Fahrlehrer gespannt: „Wir freuen uns, wenn das MOVE-Beispiel auch bei an-deren Fahrschulen Schule macht.“ Das Unnaer Verkehrsbildungszentrum plant schon weiter: E-Mobilität soll selbst in den Berufskraftfahrer-Weiterbildungen Thema sein. Eine E-Tankstelle will MOVE zudem auf sei-nem Gelände einrichten. Die Fahrlehrer als Multiplikatoren für das Fahren mit Ökostrom zu gewinnen, ist gemeinsames Ziel der Unternehmen.


Fragen zum Thema beantwortet: Thomas Weigel, Stadtwerke Unna, Tel. 02303 2001-180, mail thomas.weigel@sw-unna.de. Informationen finden alle Interessenten auch unter www.sw-unna.de in der Rubrik E-Mobilität . Umfangreiche Informationen bietet auch die ePower-Messe am 7. Mai 2017 von 11 bis 18 Uhr in der Stadthalle Unna. In die große Schau der Autohäuser, E-Bike-Händler so-wie der Fachleute für erneuerbare Energien laden auch die Stadtwerke als Schirmherrin ein. Der Eintritt ist frei.

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