Elektroauto im frostigen Wintertest

27.01.2017

E-Auto Kia Soul EV

Wie bewährt sich ein Elektroauto im Winter, wenn Heizung, Licht und Scheibenwischer an der Batterie saugen? Das testen die Stadtwerke Unna jetzt mit dem neuesten E-Flitzer des koreanischen Autobauers Kia. Eine Woche lang ist das vollelektrische Fahrzeug, für das der Hersteller eine Reichweite von 212 Kilometern pro Ladevorgang angibt, im Werkseinsatz.

Das vom Motorcenter Heinen zur Verfügung gestellte Fahrzeug vom Typ Soul EV ist mit einer 27 Kilowattstunden fassenden Lithium-Ionen-Polymer-Batterie ausgerüstet. Der Hersteller gibt die Höchstgeschwindigkeit mit 145 km/h an. „Bei der Reichweite spielen neben der Anzahl der Passagiere, der Gepäck-Zuladung und der Geschwindigkeit auch das individuelle Fahrverhalten und die Außentemperatur eine Rolle. Zudem ist in den kalten Wintermonaten die Heizung als wesentlicher Zusatzverbraucher nicht zu unterschätzen,“ sagt Thomas Weigel, Produktentwickler und E-Mobilitätsexperte der Stadtwerke Unna.

„Genau diese Faktoren haben wir bei unserem Test im Blick. Unsere Erfahrungen können wir dann direkt an Privat- oder Firmenkunden weitergeben, die sich für das Thema Elektroauto interessieren“, erklärt Thomas Weigel.

Die "Reichweitenangst", die Befürchtung ,unterwegs mit einem Elektroauto liegenzubleiben, hält sich auch in Zeiten leistungsfähiger Batterien noch hartnäckig. Für Thomas Weigel ist diese Angst ein wesentliches Hindernis beim Einsatz von E-Autos. Sie sei unbegründet: "Bei längeren Fahrten kann mittlerweile auf ein wachsendes Netz aus öffentlichen Ladestationen zurückgegriffen werden. Im Stadtgebiet Unna betreiben die Stadtwerke fünf Elektro-Tankstellen, an denen sich E-Auto-Nutzer mit klimaneutralem Ökostrom versorgen können".

Der E-Fahrzeugtest bei den Stadtwerken Unna geht mit dem Soul EV bereits in die siebte Runde: Ein Mitsubishi i-MiEV ist seit Jahren Teil des Fuhrparks, außerdem wurden in der Vergangenheit ein VW E-up!, ein BMW i3, die Modelle Kangoo Z.E. und Zoe von Renault sowie ein Opel Ampera unter die Lupe genommen. Die Geschäftsführung, Hauptabteilungsleiter und das Vertriebsteam fahren inzwischen schon Hybrid-Autos. Nicht nur Geschäftsführer Jürgen Schäpermeier, sondern auch der Leiter des Energieservice Frank Weiland brauchen nur noch in Ausnahmefällen Sprit tanken, weil sie überwiegend elektrisch fahren. Die Batteriefüllung aus den Stromtankstellen zuhause und auf dem Werksgelände reichen für den überwiegenden Teil der Fahrten.

Über Produkte und Serviceleistungen der Stadtwerke Unna rund um das Thema E-Mobilität informiert das Unternehmen unter www.sw-unna.de/produkte-leistungen/e-mobilitaet/.

Diesen Artikel teilen